schartenspitz SW sikorovsky mit horich-ausstieg VII-

Schartenspitz SW Wand / Hochschwab
Erstbegeher: F. Sikorovsky, M.Fink, K.Petsch 01.09.1935 (V+ A1) 1. Freie Begehung R. und E. Gruber, 17.06.1978 VII-
Erstbegeher gerader Ausstieg: K. Natterer, F. Horich, VII- (IV+ A1)

Hochschwab Auferbauer R 548 bzw. 550
Fritz Sikorovsky bei der Erstbegehung der Dachl-Rosskuppen-Verschneidung im Juni 1936 (rechts).

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Anfahrt: Von Bruck; Kapfenberg weiter durch den Thörlgraben nach Thörl, am Ende des Ortes nach links in den Thörlgraben Richtung Gasthaus Schwabenbartl abbiegen. Parken entweder am gebührenpflichtigen Parkplatz oder etwas weiter oberhalb beim Gasthaus Schwabenbartl (dort ist die Parkgebühr in Form eines Bieres nach der Tour besser angelegt).

Zustieg zur Wand: Vom Gebührenparkplatz Richtung Gh. Schwabenbartl, dann durch kleine Schlucht den markierten Weg Richtung Fölzalm bis über die Waldgrenze (vom Gh. Schwabenbartl gelangt man hierher über einen markierten Weg, der gleich jenseits einer kleinen Brücke beginnt. Den Wanderweg hinauf Richtung Fölz und zuletzt weglos unter die Wand. Einstieg siehe Wandfoto und Topo.

Abstieg: über Schrofen (II-III) hinauf zum Gipfel. Auf der anderen Seite (nach Osten) etwa 50 m hinab in die Scharte zwischen Schartenspitze und Kleinem Winkelkogel. Von der Scharte absteigend nach Norden zu einer Abseilstelle. Von hier 2×50 m mit Doppelseil hinab (geht auch abzuklettern, dann II). Über Geröll zum Einstieg zurück.

Material: Ein gut sortiertes Rack (Keile Cams bis nr.3 leistet gute Dienste, vor alle im Horichausstieg laden die Haken eher weniger zum stürzen ein, im großen und ganzen lässt sich aber alles ganz gut mit Keilen und Cams entschärfen.

Charakteristik:
Eine der großen klassischen und anspruchsvollen Touren am Hochschwab. 9 SL bis 7- od. 5/A1 wobei im Horichausstieg eine Stelle zwingend 6+ ist, da in der 2 Plattenlänge ein Sticht-BH fehlt (siehe Topo). In der Sikorovsky steckt an den Ständen jeweils ein Bühler und insgesamt drei 8er Bolts – der Rest ist original ru(o)stikal ;) Unten steile, anstrengende Kletterei, oben schöne Platten, nur am Schluss lässt die Felsqualität etwas nach. Für Alpinkletterer ein interessanter und lohnender Anstieg. Ein paar mittlere Keile und Friends bis Cam 3 sehr empfehlenswert.

infos christian leitinger, stefan lieb u. jo friedl

update: Die Tour wurde mittlerweile saniert – und zwar mit insgesamt über 30 ZH plus Haken an den Ständen. Alpin ist jetzt nur mehr die Umgebung, lt. Wiederholern kann das Rack fast zur Gänze zuhause bleiben. Das Topo hat somit nur mehr Erinnerungswert…