ein bayrisches trauma ?!

Erstbegehung vom
Bayrisches Trauma V, 5.4, A3 Brandstattpfeiler / Maltatal
von gregor
Da dieses Jahr beim Stefan und mir wieder mal ein Yosemite Aufenthalt ansteht, sollten vorher schon einige Meter in den Leitern absolviert werden. Was eignet sich da besser als der Brandstattpfeiler?
Als Stefan und ich vor 2 Jahren den Dummschwätzer » machten, stach uns im oberen Wandteil eine Linie rechts davon ins Auge! Ein feiner Riß der sich bis oben durchzieht – nur die ersten Meter hin sahen nicht ganz einladend aus. Da es in diesem Abschnitt des Maltatals in letzter Zeit vereinzelt Probleme mit der Jägerschaft gegeben hat (Dummschwätzer die zweite » ) wollten wir zuerst eine andere Wand wählen, da es sich jedoch um eine Erstbegehung mit dem nur unbedingt nötigem Material handeln soll (wie auch beim Dummschwätzer), und es sich um kein Jagdliches oder Forstlicher Sperrgebiet handelt, haben wir dieses Frühjahr an “nur” zwei Tagen eine weitere echt gute Technotour gemacht.
Bayrisches Trauma 06
Bayrisches Trauma 03Die erste Länge ist so VI oder C1 je nach Niederschlag oder Freikletter – Ambitionen. Ab der zweiten Länge ist man bis zum Ausstig auch bei heftigem Regen im Trockenen- dafür darf man schon ordentlich in die Technokiste greifen – mit A3 bewertet und anfänglich unangenehmen Sturzgelände sind vor allem Pecker gefragt. Durch den glatten Fels im Mittelteil mit schuppen – artigen Auflagerungen lassen sich auf zwei Metern keinerlei natürliche Placements anbringen und das einzige Rivet der Tour (anstatt eines BAT Hook) verhindert, dass es vielleicht noch etwas schwieriger wird.
Vom Band weg ist die Kletterei leichter doch auch nerviger, da zuerst einige hohle Schuppen rumhängen – den Abschluss bildet aber ein feiner Riss, der die Länge in den gehobeneren Technobereich bringt! Die 4. Länge bietet ebenso Technisiererei vom Feinsten – von Hooks über Peacks in allen Größen, zum Teil hadplaced und ein paar Friends wird alles benötigt! Nach 25 Metern gab`s zum Glück einen kleinen Absatz – der Seilzug war nämlich schon gehörig, so ca. alle 15 Pecker verbraucht und somit war auch ein Stand gerechtfertigt.
Die letzte Länge trifft nach 10 Metern auf den Dummschwätzer und checkt nochmal bei A2 ein. Jetzt gibt`s aufgrund des Regens zum Abschluss einen gemeinsamen Abseilstand. Mit einem Fixseil kommt man auch gut und luftig aufs Band nach der 2. Länge. Insgesamt eine tolle Tour mit durchgehend guter Technisiererei, wenn auch die Linie nicht so direkt ist, wie beim Dummschwätzer, aber klettertechnisch steht sie ihm um nichts nach.

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