hot line for cool days A4+
Hundswand (Hochschwab)
1. Wiederholung + Fertigstellung von “Hot line for cool days”
A4+, 120m (= 4 Sl)
von Stefan und Stefan
Die Hundswand ist ja eigentlich bekannt für ihre Mehrseillängen-Sportkletter-Plattenrouten. Kurzer Zustieg, sonniges Ambiente und Gute Absicherung machen sie zu einem beliebten Kletterziel. Dazwischen gibt es jedoch einen stark überhängenden Sektor, durch den die Routen „Rauchsignale“ (A3+), Asproman (A4) und eben obengenannte Linie führen.

Bei einer Begehung der „Rauchzeichen“ musste ich immer wieder nach rechts schauen in den noch überhängenderen Bereich. Damals War die Route „Hot line for cool days“ gerade ganz neu und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie diese Route geklettert werden konnte: kaum Strukturen waren erkennbar und mir überkam ein ziemliches Schaudern ob der wenigen Bohrhaken, die im Topo verzeichnet waren.
Nunja, wie es so ist, wird man mit dem Alter nicht unbedingt weiser und daheim lassen sich sowieso immer leicht Pläne schmieden. Weil das so ist, hab ich dann letzten Herbst gleich mal den Brunner Stefan angerufen, der dann dummerweise auch gleich zugesagt hat. Naja, dann halt keinen Rückzieher mehr, nachdem auch die letzte Möglichkeit, nämlich zu schlechtes Wetter, verpufft war.
Der erste Tag war dann für mich noch sehr entspannend: gut, wir mussten das ganze Zeug hinschleppen (quasi die Hardware von 5 Kletterläden zusammen). Dann hieß es für mich nur noch sichern: Der Stefan nahm sich der ersten Länge an. A4+? Schwierig zu sagen.
Die Placements waren gar nicht sooo schlecht, aber im Falle eines Sturzes würde die halbe Länge hinterherkommen.
Das wars mit dem ersten Tag schon wieder. Naja, an den anderen Tagen gings in ähnlichem Stil weiter: Pecker, Pecker, Pecker, Hook, Pecker, Hook, Haken… Nach drei Tagen Schwitzen in den Längen und Schlottern am Stand hieß die stolze Ausbeute 3,5 Seillängen! Gar nicht schlecht oder?
Trotzdem verschoben wir die Fertigstellung der vierten Länge (die Erstbegeher hatten an einem Bohrhaken unterm Abschlussdach die Route abgebrochen bzw. beendet) aufs Frühjahr. Gesagt getan: nach einigen Stürzen (und dabei Quietschen meinerseits; z.B. als ich in einen Skyhook gestürzt bin, der gehalten hat) konnten wir diese Länge vor einigen Tagen fertigstellen und damit die Tour beenden. 
Ob die Tour wirklich A4+ und damit meines Wissens die schwerste Mehrseillängen-Technotour Österreichs ist? Schwierig zu sagen. Im Maltatal bewerten wir unsere Routen (zumindest den Dummschwätzer) ein kleines bisschen härter im Verhältnis, und auch der Valerio Folco (Valle del Orco) bewertet insgesamt um einiges härter. Dagegen sind allerdings die A4-Routen im Sarcatal wie Blümchenpflücken auf der Wiese hinterm Haus und im Verhältnis allerhöchstens A2. Also:macht Euch selbst ein Bild! Viel Spaß!
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- Published:
- 05.09.10 / 10pm
- Category:
- fels, hochschwab, neuland



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