dort wo die palmen blühen

von gregor

Bettina und ich haben gerade wieder die Anzahlung für den nächsten Segelturn erledigt und uns die Bilder vom Vorjahr angesehen – wir sind uns einig das es nichts entspannenderes als eine Woche in den Kornaten gibt.
Gregor
Rückblick:
Bettina wollte schon immer mal einen Segelturn machen, aber wegen meiner Klettervorliebe landeten wir meistens irgendwo im Hinterland, wo es zwar guten Wein und viele Felsen aber relativ wenig Meer gibt.
Volte und Manu waren jedoch vor 2 Jahren bereits in Kroatien unterwegs und haben uns das Segeln richtig schmackhaft gemacht – vor allem die Geduld von Willi dem Skipper sei grenzenlos – und die braucht er auch wenn Kletterer an Bord sind, denn den ganzen Nachmittag auf und abkreuzen ist nicht jedermanns Sache (danke Willi !).

Sie haben auch die Bouldermöglichkeiten an den Kornaten schon ganz gut abgecheckt, so dass wir dieses Mal vom ersten Tag an zum Klettern gekommen sind. Wir haben uns in einem relativ kleinen Kreis um Mana bewegt, aber für eine Woche hat’s vollkommen gereicht. Mana selbst ist ziemlich lässig da man an der Ostseite problemlos ankern kann und in 10 Minuten über die Insel zu den Felsen kommt. Dort findet – wie bekannt – jeder was zum Klettern, Baden oder Klippenspringen.
Nördlich liegt eine kleine Insel, laut Seekarte dürfte sie wohl Borovnik heißen, mit einer tollen Grotte – westseitig ausgerichtet ( bei auflandigem Wind unangenehm hohe Wellen) die auch für uns Schwitzer nicht zu hoch war. Dort haben wir uns einige Tage beschäftigt und richtig Spaß gehabt, es gibt dort Routen von 5 bis ca.7c und wir sind so an die 15 Linien geklettert, obenraus wird es zum Glück meist leichter, Abgang will man aber trotzdem keinen mehr machen.


Wir haben uns etwas weiter nördlich noch eine Insel angeschaut, die auch gut war und festgestellt dass es unzählige Möglichkeiten gibt, man muss sie nur näher anschauen oder einfach mit dem Beiboot mal vorbeifahren.

Prinzipiell ist es verboten im Nationalpark zu klettern bzw. von den Klippen zu springen, die Nationalparkwärter sind auch regelmäßig unterwegs und kontrollieren die Boote, wenn man sich aber unauffällig verhält und einfach sonst die Insel wechselt sollte es noch kein Problem sein.
Urlaubsmäßig war das für uns so ziemlich das Beste was man machen kann, denn nach einer Woche am Schiff hat man so jedes Zeitgefühl verloren, fester Boden unter den Füßen vermittelt einem Unbehagen, und im nachhinein festzustellen, dass eine Woche nicht reicht, spricht schon für sich.

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