Baubau – Julische Alpen

vom stefan
29.01.2010

Baubau (oder Babau, keine Ahnung wie der genau heißt) steht! Oh ja! Der legendäre Eisfall ist heuer wieder durchgewachsen. Ein richtiges Eismonster ist er: man lasse sich nur mal die Daten auf der Zunge zergehen: 550m (oder 12 Seillängen) bis WI6 (dieses Jahr zwei Seilängen ehrliche WI6+) machen ihn wohl zu einem der geilsten Eisfälle der Alpen.
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Letzten Freitag sind der Achleitner Markus und ich von den Fusine-Seen Richtung Lahnscharte gegangen, um zu schauen ob der Baubau dieses Jahr wieder steht. Ein langgehegtes Projekt von uns beiden, das wir aufgrund von mangelnden Informationen immer wieder auf die lange Bank verschoben hatten. Und wir konnten ihn in 8,5 Stunden niederringen. Trau ich mich ja fast gar nicht sagen, diese Zeit, aber der zweite und vor allem der dritte Steilaufschwung haben es ganz schön in sich. Der zweite Steilaufschwung wartet mit 35m senkrechter Röhreneisqualität mit recht schlechten Absicherungsmöglichkeiten auf, während der dritte Aufschwung (11. Seillänge, ganz schön fies!) mit einigen nicht zu umgehenden Eisbalkonen heruntergrinst. Jetzt weiß der Markus, dass die Julischen Alpen nicht immer ein stiller Ort sind (zumindest wenn ich in so einer Länge hänge).

Insgesamt jedoch wirklich ein cooles Teil, dieser Wasserfall (übrigens hat der Gregor zusammen mit dem Norbert Nau laut Romano Benet die erste durchgehende Begehung des Falls 1999 für sich verbuchen können). Ob man sich das so wie wir antun sollte, nicht über den Fall abzuseilen, sondern in 3 Stunden Wühlerei außenrum wieder zum Einstieg zu gelangen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Achja: was wir im Dunkeln gesehen haben, steht Spada de Damokles auch, allerdings ist auch noch der große freihängende Zapfen oberhalb des Falls (eben das Schwert des Damokles) der Schwerkraft noch nicht zum Opfer gefallen. Soll sich ja manchmal abgeblich recht unvermittelt der Schwerkraft ergeben…

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