arco-update vol. 3
von stefan lieb
Ihr könnt jammmern was Ihr wollt, aber dies ist die letzte Folge der Trilogie. Ist so und bleibt so. Gebrochen werden kanns ja später immer noch. Trotzdem: bitte keine Leserbriefe mehr, auch wenn Ihr noch so verzweifelt seid.
In Vol. 3 kommen der Monte Colodri, Rupe Secca und die Mandreawände dran.
Monte Colodri „Via del Bepi“: Die erste Länge ist gleich mal ziemlich schwer (6c), aber mit vielen Haken abgesichert. Insgesamt gar nicht schlecht, aber auch keine absolute Perle. Normale Alpinausrüstung, oben freut man sich wenn ich mich recht erinnere über einen richtig großen Cam. Gehört meiner Erinnerung nach zu den am wenigsten anspruchsvollen hier aufgelisteten Routen.
Monte Colodri „Luca Scanzini“: Wenn ich ehrlich bin ein Griff ins Klo. Unten teilweise brüchig (die Steine fliegen direkt auf die Einstiegsrampe von Somadossi & Co!!!), dann im Technoteil eine reine Hakenrassel, die außer Glück dass die Haken halten null Eigeninitiative verlangt.
Monte Colodri „Magic Trip“: Bei dieser Technotour ist im Gegensatz zu vielen anderen Technotouren im Sarcatal wenigstens teilweise Eigeninitiative (sprich Hakenschlagen und 1-2 mal Hooken) gefragt. Somit ist sie von den Technorouten im Sarcatal, die ich kenne, sicher die beste aus meiner Sicht. ALLERDINGS: Der Fels ist teilweise nicht sehr fest und die Steine fallen direkt auf den Klettersteig. Somit sollte die Route eigentlich gemieden werden und wenn überhaupt auf keinen Fall in der Hauptsaison geklettert werden.
Rupe Secca
Rupe Secca „Zodiac Wall“: Angerückt mit 25 Haken und 5 Skyhooks hat sich die Tour als fast ein reine Bohrhakenleiter entpuppt (außer den Freikletterpassagen). Wir haben gerade mal einen Haken geschlagen und dreimal einen Talon benutzt. Die Tour ist gut geeignet, um mal ins Technoklettern reinzuschnuppern, hat aber mit Touren wie dem Namenspatron nichts zu tun. Und ich kanns mir nicht verkneifen, aber Technotouren wie diese sind der Untergang des Technokletterns. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum, Leute, abseits von öden Bohrhakenleitern.
Mandrea „Fiore di Corallo“: Geile Tour, vielleicht die beste, die ich im Sarcatal geklettert bin. Die Seillänge unter der Schlüssellänge ist frei geklettert etwa 6c, die Schlüssellänge würden wir als 7a einstufen. In dieser Tour muss man bedeutend mehr selbst absichern als in anderen Routen, was aber im Allgemeinen gut geht. Auf jeden Fall einiges an Cams mitnehmen (mittlere Größen auf jeden Fall zweimal)!
Mandrea „Ombre Rosse“: Blöder Schrofenzustieg, sonst aber ziemlich gut. Frei geklettert kommt die Tour auf etwa 6b+ (der erste Pendelquergang ist frei etwa 6b+, der zweite 6a+). Giordani-typisch fordert die Tour ein bisschen mehr Eigeninitiative als andere Routen. Ein kompletter Satz Cams von 0,3 bis 3,5 schadet nicht.
Mandrea „Excalibur“: Gar nicht schlecht, vom Anspruch und der Schönheit ziemlich mit der Ombre Rosse vergleichbar. Frei geklettert 6c (unser Vorschlag).
Mandrea „Genghiz Khan“: Super-Route! Unten tolle und knifflige Sportkletterei, oben ziemlich alpin in bestem Fels. Ersten Alpin-Stand (nach der 6. Länge) auslassen; ganz schön grindig der Stand und es geht sich gut aus bis zum nächsten Stand. Material: Cams 0,4-2.
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- Published:
- 10.31.09 / 8pm
- Category:
- fels



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