beeilung!

von Stefan Lieb
Per Leila 1. Seillänge
28.2.+1.3.2009
Val Riofreddo “Per Leila” (120m, WI6+) + “Super Stridente” (90m, WI6)

Verdammt, immer noch gute Verhältnisse! Das was am Anfang des Winters kaum denkbar ist, tritt bei mir eigentlich jedes Jahr Anfang März auf: die Vorfreude darauf, dass es bald keine kletterbaren Wasserfälle mehr geben wird. Oh nein, ich kann natürlich nicht aufhören, wenn ich keine Lust mehr habe. Nein, erst wenn der letzte Wasserfall zusammengefallen ist… Umgekehrt: hätte ich auf meine morgendliche Motivation gehört, dann hätte ich mir zwei Super Wasserfälle in wunderbarer Umgebung entgehen lassen – die allerdings mit einem 2-stündigen Zustieg erkauft werden wollen.Per Leila 1. Seillänge
Die Verhältnisse waren in beiden Wasserfällen sehr gut. Noch sehr gut allerdings, denn langsam zeigen auch diese Wasserfälle – immerhin auf etwa 1400m Seehöhe gelegen – Auflösungserscheinungen. Also: wer sich das exklusive Vergnügen gönnen will, “Per Leila” oder “Super Stridente” zu klettern – die Wasserfälle stehen fast nie und wurden erst dieses Jahr von Luca Vuerich erstbegangen (wir sollten wahrscheinlich die 3. oder 4. Begehung von “Per Leila” und die 2. Begehung von “Super Stridente” gemacht haben) -, der sollte sich beeilen. Vor allem die erste Länge von “Per Leila” gehört mit zum steilsten, was ich je an einem klassischen Eisfall geklettert bin – auch wenns auf den Fotos nicht so ausschaut (ist aber gut absicherbar). Per Leila 1. Seillänge

Insgesamt sind die Verhältnisse in den Julischen Alpen ziemlich bescheiden: zwar sind viele höher gelegene Fälle noch gut aufgebaut, aber alles was nicht definitiv senkrecht ist, ist unter einer extrem nervigen Schneedecke begraben. Und die Lawinensituation ist bei den Fällen im Riofreddo nicht zu verachten.

Eine Beschreibung von Per Leila gibt es hier»
Einen Bericht über die erste Wiederholung von “Per Leila” gibt es hier»
Eine Beschreibung von Super Stridente gibt es hier»
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