flug der zeit…

roberto und meine wenigkeit waren kurz vor dem Jahreswechsel in tiroler Gefilden unterwegs, laut Roithingers Kommentar ein harmonischer Ausflug. Wahrscheinlich habe ich weniger geschnarcht, außerdem habe ich diesmal meine Steigfelle eingepackt… ;)

Schon letztes Jahr habe ich nach unserem Besuch im Pinnistal » diesen Text von Andreas Orgler beim Netzumgraben gefunden.

“…Genau in der Mitte zieht ein dünner Überzug aus Eis teilweise unterbrochen bis zum Wandfuß. Es erscheint als die flachste Linie, knapp an der Senkrechten. Christian sichert Millimeter für Millimeter. Schlecht ist es bestellt um gute Felshaken. Für Eisschrauben sind zwei bis drei Zentimeter Eis ohnehin zu wenig. Sie reichen gerade aus, um den scharfen Spitzen der Eisgeräte und Steigeisen Halt zu geben. Der Übergang von einer Schuppe auf die nächste wird jedes Mal zu einem Balanceakt auf rohen Eiern. Die Kombination von Krafteinsatz und Gleichgewichtsakrobatik bringt mich an mein Leistungslimit. Ein Grad steiler, und ich würde rückwärts aus der Wand fallen wie eine reife Pflaume. Ich denke an meine schützenden vier Wände, aber von hier gibt es keine Flucht. Hier bin ich. Jetzt, genau in diesem Moment, findet das Leben statt. Die Vergangenheit ist etwas für zu Hause. Die Zukunft ist die nächste Scholle. Diese Erkenntnis erahnte ich oft beim Klettern. Aber bei der Erstbegehung von „Metamorphose“ war sie so hautnah spürbar, dass sie mich in meinem Denken nachhaltig veränderte…”
Quelle: Andreas Orgler; flug der zeit »

den gesamten Text gibt es hier» als pdf

27.12. bis 29.12.

Die Verhältnisse waren in allen Touren die wir geklettert sind recht gut, und können mittlerweile eigentlich nur noch besser geworden sein. Im Pinnistal sind wir die Männer ohne Nerven (Direkteinstieg noch nicht gestanden), im Grawa Eisgarten die rechten Touren und im Kühtai den Easy afternoon mit der Verlängerung oben raus geklettert, die Touren sind im netz sowieso mit den aktuellen Bedingungen zu finden…

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