Der Querschläger

Maltatal – Kesselwände
Erstbegehung einer Technoroute im Maltatal
von Stefan Lieb
Der Querschläger: DIE Tour, auf die alle gewartet haben

Trotz mehrerer Schlägereien zwischen Seilschaften, die sich an vermeintlichen Einstiegen zum Querschläger um die beste Ausgangsposition zur ersten Wiederholung stritten, haben wir uns entschlossen, eines der letzten Geheimnisse des Maltatales zu lüften: der Querschläger an den Kesselwänden.
2. Seillänge Querschläger

Der zukunftsweisende Stil (immerhin sind etwa 5% der Tour frei zu klettern) und die leichte schnelle Art der Kletterei (4 Seillängen in 2 Tagen) wird den Querschläger – ursprünglich „Direttissima“ genannt – sicher bald zu einem Klassiker machen. Wie kann es überhaupt zu so einer eigenartigen Tour kommen? Wie meistens durch eine Wettervorhersage, die keine längeren Touren zulässt. So auch letzten Mai: sehr wechselhaftes Wetter ließ den Robert und mich eine Alternative suchen, die zumindest im ersten Teil einigermaßen regensicher ist. Was bietet sich da besser an als eine lange Querung unter einem Dach? Wandübersicht Querschläger
Bewaffnet mit vielen Haken, Cam Hooks und anderem eigenartigen Material konnten wir in zwei Tagen eine eigentlich super Technolinie in gutem Fels begehen, die außer an den Ständen nur zwei Bolts von schon bestehenden Sportkletterrouten verwendet, die in der 2. Seillänge gequert werden. Die Schlüsselstelle befindet sich leider im flachsten Teil der Route in nicht wahnsinnig sturzfreundlichem Gelände: hier machts die Quantität (bei mir neuen Haken auf zwei Metern). Spezielleres Material wie Copperheads oder ein Riesen-Sortiment von Hooks sind nicht nötig; einfach viele Lost Arrows, (Baby) Angles und vor allem Knifeblades plus evtl. einen mittleren Hook und Pecker zu den Aliens und Keilen mitnehmen.
Sollte sich wirklich mal jemand in die Tour hinein verirren: wir würden uns sehr über eine Nachricht freuen.
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