Und sie geht wieder!

Dolomiten/Rotwand W-Wand
“Buhl-Gedenkweg”

alte Felshaken
von stefan lieb
Wer es noch nicht weiß: Pause-Tourensammler können aufatmen! 1988 hatte es im Buhl-Gedenkweg in der Rotwand Westwand ein kapitalen Bergsturz gegeben, der damals zwei Seillängen zu Tal beförderte. Die Route wurde zwar bald wieder eingenagelt, die Beliebtheit hielt sich allerdings danach stark in Grenzen. 2003 erschlossen Oswald Celva & Co eine drei Seillängen lange Umgehungsvariante im Schwierigkeitsgrad 9- oder 6+/A0 rechts vom Ausbruch, was allerdings laut Wandbuch die Beliebtheit auch nicht stark steigen ließ. Rotwand_Westwand
Grund genug für Hannes Kerschbaumer und mich, sich die Route mal anzuschauen. Wie die Route (allerdings vor allem wegen des schlechten Topos) auf uns gewirkt hat, haben wir nach der Durchsicht der geschossenen Bilder gemerkt: nur Bilder vor bzw. nach der Kletterei. Wer den teilweise vorherrschenden Bruch in den letzten Längen nicht fürchtet, der bekommt allerdings gar keine schlechte Kletterei serviert, wobei die schweren Längen für alpine Verhältnisse sehr gut gesichert sind und in gutem Fels verlaufen. Achja, und viel Spaß bei der Mariacher-Bewertung im oberen Wandteil. Und nehmts a gscheits Topo mit: die zweite Seillänge hat z.B. mit 3+ (wie uns unser Topo weiß machen wollte) soviel zu tun wie das Grazer Bergland mit einem Hochgebirge. Kaum zu übersehen ist aber die Umgehung, die direkt am unteren Rand des Ausbruchs nach rechts startet.

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